Pioneer CDJ 400 vs CDJ 350

Ein Testvergleich für ambitionierte Home-DJs, wir vergleichen den Pioneer CDJ 400 gegen den Nachfolger CDJ 350, neu ergänzt mit Video (Siehe unten).

Pioneer CDJ 400 vs CDJ 350

Der CDJ 400 ist ein CD-Player aus der "Home-DJ-Serie", das heisst, diese Player sind vor allem für zu Hause gedacht. Trotzdem hat sich die "kleine Serie" in Bars und z.T. auch Clubs durchgesetzt, da die Dinger nicht allzu viel Kosten und um einiges handlicher sind als die grossen Club-Player wie CDJ 1000/CDJ 2000.

 

Auch wir haben einige CDJ 400 als Ersatz oder für kleinere Geschichten wie z.B. in der Kirche oder für die separate Apérobeschallung, wo einfach ein CD-Player benötigt wird. Und nun, etwas mehr als 2 Jahre nach Erscheinen des CDJ 400 schickt Pioneer bereits das nächste Gerät auf den Markt. Da mussten auch wir unserer Philosophie folgen und haben die ersten Geräte geordert. Und was bringt der neue wirklich?

 

Die wesentlichen Änderungen betreffen das Jog-Wheel. Dieses hat die Kirmesbeleuchtung verloren und macht dadurch einen reiferen Eindruck. Zudem fühlt es sich näher am CDJ 2000 und macht deutlich weniger Klappergeräusche. Hier hat Pioneer seine Hausaufgaben gemacht.

 

Auf dem Display sind neu 2 Zeilen, gegenüber dem CDJ 2000 immer noch mickrig, aber immerhin. Dadurch lassen sich mehr Informationen über die CD und deren Inhalt ablesen. Gleich daneben befindet sich der USB-Anschluss und hier wurde ebenfalls dran gearbeitet. Der CDJ 400 wurde zwar erst Ende 2007 präsentiert, trotzdem hat man dazumal ein USB 1.1 Anschluss verbaut. Das war natürlich nicht optimal für DJs, die diese Funktion wirklich nutzten. Beim CDJ 350 ist selbstverständlich der Anschluss nun USB 2.0-Standart, unterstützt nicht nur das Mp3-Format und kann selbst Songs vom Ipod spielen. Das finden wir toll und können so noch flexibler auf Hochzeiten reagieren, wenn die Gäste Ihre Musikdaten für Darbietungen digital mitbringen.

 

Rechts vom Display befindet sich der "Knobel", bei den kleinen Playern ein schmuckes Drehrad um die CD zu durchforsten. Machte der 400er bei jeder Rasterbewegung Lärm, ist der 350er ruhiger geworden und so kann auch in Kirchen praktisch geräuschlos umgeschaltet werden. Das ist für uns ein ganz kleines Detail, dass vermutlich nur für uns positiv zählt.

 

Nebst Verbesserungen wurde leider auch gespart, so beim Digitalausgang. Der fiel leider zum Opfer da ein Home-DJ in der Regel eh auf einen solchen Ausgang verzichten kann. Auch die Reverse- Funktion, um den Song rückwärts spielen zu können, ist nicht mehr vorhanden. Dies wird zu verschmerzen sein und wir finden, kein Problem. Wir haben schliesslich die 2000er als "Hauptinstrument".

Pioneer CDJ 400 vs. CDJ 350

Vom Design her hat Pioneer die Angleichung an die aktuelle Produktelinie angepasst. Das Mausgrau der älteren Kleinplayer (CDJ 100, CDJ 200 und CDJ 400) wurde abgelegt, der Player ist nun komplett schwarz. Das wirkt viel edler und weniger verspielt als der 400er. Es ist immer Geschmackssache, aber da wir sonst nur mit schwarzen Geräten arbeiten (DJM 800, DJM 2000, CDJ 1000, CDJ 2000) passen unsere Maschinen perfekt zusammen, auch wenn verschiedene Player angehängt werden.

 

Passend von der Grösse her ist der Mixer DJM 400 von Pioneer, damit auf dem DJ-Pult wenig Platz eingenommen wird. Der Nachfolger vom DJM 400 ist der Mixer DJM 450, der von der Grösse her identisch geblieben ist.

 

Der Einschub wurde etwas verkleinert und der DJ sollte noch genauer zielen, damit die CD am richtigen Ort landet. Das Logo über dem Einschub wurde übrigens in den Plastik eingearbeitet und ist nicht nur geklebt. Nicht schlecht, das lässt sich sehen.

 

Die Verarbeitung des CDJ 350 ist wirklich sehr gut, die Cue-Knöpfe zum Beispiel weisen Rillen auf und sind nicht einfach billige Plastikknöpfe. Trotzdem sind die mittig beleuchtet, das muss sein, damit die Loops perfekt gelingen.

Pioneer CDJ 350 Test

Ein kleines Detail ist uns noch aufgefallen, und zwar weisen alle neueren Pioneer Geräte hinten eine weitere USB-Schnittstelle auf, um damit Software wie z.B. Traktor steuern zu können. Dieser Anschluss lässt sich nur in eine Richtung montieren. Pioneer hat bei 3 Modellen (CDJ 350, CDJ 400, CDJ 2000) wie auf dem Bild zu sehen ist, diesen Anschluss 3x unterschiedlich montiert. Das ist nicht weiter schlimm, ist uns aber aufgefallen.

Pioneer CDJ 400, Pioneer CDJ 350, Pioneer CDJ 2000

Und nun ein letztes Bild von allen 3 Playern. Die 400er werden uns demnächst verlassen und hoffentlich neuen Nachwuchs-DJs zum Durchbruch verhelfen. Dafür wünschen wir den Nachfolgern viel Glück, Durchhaltewillen und vor allem eins: Stehts ne gute Crowd die abgeht (nein Mann, ich will noch nicht gehn, ich will noch n`bisschen tanzen...)

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Kommentare: 4
  • #1

    P (Montag, 30 August 2010 12:09)

    Kleine Ergänzung, die "Tastermechanik", bestehend aus microswitch und darüber liegendem cap, ist bei allen drei Geräten identisch, egal ob 350, 400 oder 2000.

    grüßen
    p

  • #2

    mo (Dienstag, 12 April 2011 15:51)

    für wie viel würdet ihr eigentlich die djm 800 verkaufen ?

  • #3

    Daniel (Montag, 18 Februar 2013 19:20)

    Hi!

    Super Vergleich...hab ich echt gerade gesucht...was ich nur nicht verstehe, was braucht ein Hochzeits-DJ einen CDJ-2000? Jetzt nix für ungut, aber wenn ein Club-DJ im Minimal-/Elektro- Bereich das Teil mal funktionstechnisch ausnutzt versteh ich das, aber ein Hochzeits-DJ, wo viele nicht mal gescheite normale Übergänge beherrschen, wozu da bitte ein 1700€ Player?

    Grüße!

  • #4

    hochzeit dj gesucht? diehochzeitsdjs.ch (Montag, 18 Februar 2013 21:51)

    Hallo Daniel, genau das ist es ja, wir sind Hochzeitsdjs die das Handwerk des DJing noch ausleben. Darum benötigen wir die Geräte welche für diesen Zweck bestens geeignet sind und uns auch in den Clubs immer wieder begegeben. Für den Laptop-DJ welcher mit der Maus den ganzen Abend lang seine Runden dreht braucht es das nicht, da hast Du recht.